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05.08.2011 von Alexander Lay

Was haben bewährte Ansätze in der Medizin und die Weltwirtschaftskrise gemeinsam?

Wussten Sie, dass das Wachstum ein gemeinsames Prinzip sowohl der Wirtschaft als auch der Medizin ist?

In der Wirtschaft wird Wachstum begrüßt und in der Medizin gemeinhin auch; vorausgesetzt man spricht von gesundem Wachstum.

Gerade in aktuelleren Zeiten, gemeint ist die Zeit vor und nach unserer Wirtschaftskrise, der Fukushima –GAU, etc. ist einmal mehr das Wörtchen „Nachhaltigkeit“ in aller Munde.

Vielleicht sollten wir kurz innehalten und für uns selbst definieren, was denn Wachstum für uns bedeutet. Es könnte sich lohnen.

Alles Leben will zuerst mal wachsen, dies scheint ein ontogenetisches Ziel zu sein.

Wenn Sie jedoch persönliches Wachstum als Anhäufung von materiellen Gütern verstehen, dann prophezeien gesunde Geister ein regelrechtes „Ersticken“ daran.
Hier hätten Sie sich auf eine Wachstumsform versteift, welche Ressourcen verbraucht und unsere Umwelt bis in zahlreiche Folgegenerationen belastet. Und in dieser Umwelt leben wir nun mal- und auch unserer Kinder.
Durch dieses Wachstum können wir zwar für wenige Euro außerordentlich viel an erwerben; ich spreche von Kleidung, Kapriziösen und, man sieht es im Straßenbild immer mehr,  von außerordentlich viel Körperfett.

Aber wem nützt es, wenn vor lauter Anstrengung dieses Wachstum zu bewahren, Menschen immer depressiver werden?

Jeder Euro will hart verdient werden. Man sollte ihn jedoch sinnvoll investieren.
Für viele Menschen erscheint ein materieller Wachstum Selbstzweck und Befriedigung zugleich zu sein. Für viele von uns ist das permanente Streben nach Materiellem in der zeitverdichteten Arbeitswelt zum Verhängnis geworden.
Es zu etwas bringen und Karriere machen ist sicherlich sinnvoll und erstrebenswert, doch um welchen Preis?

Burn Out und Tinnitus lassen grüßen, die Schuldnerberatungen haben Hochkonjunktur.
Sind diese Auswüchse wirklich notwendig?

Spätestens hierüber nachdenken sollten Sie an „Festtagen“  wie Ostern, Weihnachten und Konsorten. Von der Fastenzeit nach Fasching und deren verloren gegangenen Sinn ganz zu schweigen.

Ich möchte jetzt nicht von medizinischem Heilfasten sprechen, ich leite einfach zu medizinischem Wachstum über.

Evolutionsbiologisch stellt unser Organismus das ausgereifteste von 32 Millionen Jahren Stammesentwicklung dar.

Wir sind ein ausgereiftes „Modell“ und unser Körper ist tatsächlich in der Lage, „artgerechte Haltung“ vorausgesetzt, vielen Widrigkeiten zu trotzen.

Wenn bei uns mal etwas nicht so richtig funktioniert, dann greifen wir- und leider auch zu viele Therapeuten zur chemischen Keulen. Das soll dann unser Wachstum erhalten. Doch weit gefehlt. Viele Medikamenteneinnahmen heilen nicht, sie unterdrücken lediglich ein Symptom. Sie stellen lediglich eine „Krücke“ dar. Und Krücken sind letztlich zur für eine kurze Zeit gedacht.

Viel zu wenig bekannt ist der sogenannte „salutogenetische“ Ansatz in der Medizin.

Denn es geht nicht nur um das, was uns krankmacht, sondern auch um das, was uns gesund erhält!

Was hat das alles mit Wachstum zu tun?

Gesundheit ist kein erschöpfliches Gut, sie muss nahezu täglich erneut erzeugt werden.

Anders ausgedrückt: Wenn wir mit uns selbst mindestens genauso sorgsam umgehen würden wie mit unserem Auto, dann müssten wir wirklich nur noch zu „Serviceintervallen“ und bei Unfällen zum „Doktor“.

Den Rest besorgt unsere „Biomaschine“ schon von alleine.

Denn bei uns allen ist das Prinzip „Wachstum und Nachhaltigkeit“ in unseren Genen festgelegt.

Glauben Sie nicht den Versprechungen vieler Pharmahersteller, die wahre Gesundheit muss sorgsam gehegt und gepflegt werden, nur dann ist uns natürliches Wachstum sicher.
Das kostet uns Gesundheits- Aufklärung, die weder in der Schule, und immer weniger in Elternhäusern gelehrt wird.
Eine Reaktivierung alten Wissens ist hier gefragt, nicht die blaue Pille bei Rücken- und die rote Pille bei Herzbeschwerden. Das hat zumindest für mich einen „Fast Food-Charakter“.

Wahres Wachstum ist nur mit den Prinzipien der Natur möglich.
Soviel Schulmedizin wie nötig und soviel Naturheilkunde wie möglich kann hier eine sinnvolle Alternative sein. Dies nennt man übrigens „integrative Medizin“.

Um es mit den Worten von „Spock“ zu sagen: Leben Sie friedvoll und gesund.

Alexander Lay
Facharzt Innere Medizin / D.O.M.

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